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Wikingermuseum Haithabu
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Haithabu (heutiger deutscher Name Haddeby) ist ein ehemaliger Siedlungsort der Wikinger in unmittelbarer Nähe der Stadt Schleswig.

Teil des Hiddenseeschmucks - ähnliche Stücke hat man auch in Haithabu nachgewiesen

Zur Zeit der Wikinger war Haithabu einer der bedeutendsten Siedlungsplätze Nordeuropas. Mit seinen vermutlich etwa 1000 bis 1500 ständigen Bewohnern war er eine Drehscheibe für den Handel der Wikinger: Mitten auf der Kimbrischen Halbinsel gelegen, sehr geschützt am Ende eines langen Meeresarms (Schlei) und durch den Ostseezugang mit Anschluss an die Handelswege ins Baltikum hatte es eine geradezu ideale Lage. Auch die Landwege waren von hier gut zu kontrollieren. Über den nahen Fluss Eider gab es auch eine Verbindung zur Nordsee.

Es gab Handelsbeziehungen nach Frankreich, die Niederlande, Russland und nach Skandinavien, ja, bis nach Konstantinopel und Bagdad. Auch zu den Slawen die auf Rügen (Ralswiek) und im Bereich der Odermündung (Vineta) siedelten, bestanden Kontakte. Schmuck, wie er uns z.B. in Form des sog. Hiddenseeschmucks bekannt ist, wurde auch bei Haithabu gefunden.

Der Handelsplatz Haithabu existierte etwa 300 Jahre; er wurde im Jahre 1066 zerstört.

Auf der Seite archaeologikon.de erhalten Sie ausführliche Informationen über die Siedlung Haithabu und ihre frühere Bedeutung.

Seit 1985 kann man die Ergebnisse der über 100jährigen Forschungsgeschichte im Wikinger Museum Haithabu in unmittelbarer Nähe des historischen Geländes bewundern.

Das moderne Wikingermuseum am historischen Standort von Haithabu

Das Museum informiert anhand der archäologischen Funde über das Alltagsleben der Wikinger, über das Handwerk, Handel, Religion, Runenschrift und Runensteine, Schiffbau, Seefahrt u.v.m. Im Kino des Museums werden verschiedene Filme über die Ausgrabungen gezeigt. Sonderveranstaltungen wie "Handwerk der Wikinger im Experiment", ein Gartentag um das Museum herum und eine "Herbstmesse" werden angeboten.

Innerhalb des mächtigen Halbkreiswalles wurden sieben Wikingerhäuser nach originalen Baubefunden rekonstruiert. Hier wird das wikingerzeitliche Alltagsleben und Handwerk wieder lebendig.

Allgemeine Öffnungszeiten: Ganzjährig (ausser 24.12. und 31 12.)
April - Oktober: täglich 9.00 - 17.00 Uhr
November-März: 10.00 -16.00 Uhr (Montags geschlossen; auch die Wikingerhäuser im Außengelände bleiben im Winter geschlossen.

Wikinger-Keramik aus Haithabu

Nehmen Sie sich Zeit für den Besuch dieser bedeutenden Fundstätte: Die Ausstellung im Museum ist interessant und das Freigelände sollten Sie auch in Ruhe erkunden. Hier stehen rekonstruierte Wikingerhäuser und man kann auch auf dem alten Wall entlanggehen.

Vielleicht setzen Sie den Spaziergang auch noch weiter fort am See entlang bis zur Brücke zwischen Haddebyer und Selker Noor. Hier in der Nähe steht angeblich noch ein alter Runenstein. Zumindest die Replik eines alten Runensteins hat der Verfasser auch tatsächlich dort gefunden und da Original und Fälschung für Laien nicht voneinander zu unterscheiden sind, ist das wohl auch ausreichend.

Es gibt übrigens auch im nicht so fernen Mecklenburg-Vorpommern mehrere ähnliche Anlagen. Besonders das Archäologische Freilichtmuseum Gross Raden in der Nähe von Sternberg ist unbedingt einen Besuch wert.

Sollten Sie hier wider Erwarten nicht fündig geworden sein, wird Ihnen hoffentlich dieses "Google"-Suchfeld helfen

Haithabu - eine der bedeutendsten Siedlungen Nordeuropas

 
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